Konsum von „Speed“ und „Crystal Meth“

10.03.2014 Berlin

Quelle: Pressemitteilung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung

Konsum von „Speed“ und „Crystal Meth“ in Deutschland: Vielfältige Hintergründe
benötigen unterschiedliche Maßnahmen in einzelnen Regionen

Seit etwa 2009 ist in den deutschen Grenzregionen zu Tschechien ein Anstieg des Missbrauchs
von Methamphetamin zu beobachten. Um mehr über die Konsumentinnen und Konsumenten
zu erfahren, hatte das Bundesministerium für Gesundheit eine qualitative Studie zum Missbrauchvon Amphetaminen und Methamphetamin in Deutschland in Auftrag gegeben.


Die nun vorliegenden Ergebnisse der Studie des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung
(ZIS) an der Universität Hamburg zeigen, dass auch in Deutschland sehr unterschiedliche Gruppen Amphetamin oder Methamphetamin konsumieren. Die Studienautoren haben innerhalb der knapp 400 befragten Personen sieben Gruppen identifiziert, zu denen sich die Konsumierenden zuordnen lassen: Einnahme im Freizeitbereich, im schulischen Bereich, im Ausbildungs- oder beruflichen Kontext, in der schwulen „Party-Szene“, bei psychischer Komorbidität, Konsumenten mit Kindern und solche mit besonders riskanten Konsumgewohnheiten.


Marlene Mortler:

„Die unterschiedlichen Konsumbiographien, -motive und -muster für den Missbrauch von Amphetaminen und Methamphetamin machen deutlich, dass die Prävention des Missbrauchs dieser Substanzen eine große Herausforderung ist. Wir brauchen vielfältige,
zielgruppenspezifische Maßnahmen, um den einzelnen Gruppen gerecht werden zu können.“


Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort sollen in den betroffenen Regionen die Studienergebnisse
und die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Prävention diskutiert und bereits vorhandene Aktivitäten bewertet werden. Auf dieser Basis können neue Ansätze entwickelt werden. Dabei
werden auch die Hinweise von weiteren 71 Teilnehmenden an der Studie hilfreich sein, die seit
mindestens einem Jahr nicht mehr konsumiert haben und über unterschiedliche Ausstiegswege berichteten.


Weitere Informationen zur Studie finden Sie im Internet unter: www.drogenbeauftragte.de

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