Grundformen des Alkoholismus nach Jellinek

Der Amerikaner E.M. Jellinek entwickelte, zur Einordnung der verschiedenen Formen des Alkoholismus und für diagnostische Zwecke eine Typologie.

Darin unterscheidet er fünf Grundformen des Alkoholismus. Zur Bezeichnung der fünf Grundformen verwendet er Buchstaben des griechischen Alphabets.

α = Alpha = Problemtrinker, er gilt als nicht abhängig. Es besteht eine gewisse psychische Abhängigkeit, aber keine körperliche. Es kommt nicht zum Kontrollverlust und die Abstinenzfähigkeit bleibt erhalten.

β = Beta = Geselligkeitstrinker, auch er gilt als noch nicht süchtig. Der Beta- Alkoholiker ist weder körperlich noch psychisch abhängig. Mit der Zeit können sich aber gravierende psychische und psycho-soziale Folgeschäden entwickeln.


In beiden Trinkertypen, Alpha und Beta steckt das Potential, in süchtiges Trinkverhalten abzurutschen! Dieses wird in den folgenden drei Grundformen des Alkoholismus beschrieben.

γ = Gamma = Alkoholabhängigkeit mit Kontrollverlust. Der Betroffene verliert die Fähigkeit, aufhören zu können. Im Anfangsstadium sind abstinente Phasen noch möglich, doch jeder weitere Alkoholgenuss führt zum erneuten unmäßigen Alkoholkonsum. Es kommt zur Toleranzsteigerung. Beim absetzen des Alkohols kommt es zu Entzugserscheinungen, wie Zittern, Schweißausbrüche, Krampfanfälle usw.

δ = Delta = Spiegeltrinker. Charakteristisch für diesen Trinktyp ist, dass er immer einen bestimmten Alkoholspiegel im Blut halten muss, aber auch nie völlig berauscht ist. Der Deltatrinker ist stark körperlich und psychisch abhängig.

ε = Epsilon = Quartalstrinker. Beim Epsilontrinker ist ein periodisches Trinken mit Kontrollverlust zu beobachten. Sind die oft tagelang währenden Phasen vorbei, ist wieder mäßiges Trinken, oder völlige Abstinenz möglich

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