Wenn wir lernen nach innen zu schauen

21.06.16 Mahlow

Wenn wir lernen nach innen zu schauen, in uns selbst, können wir überrascht werden und staunen“.

 Mit diesen Worten eröffnete Katrin Nowak-Dennewill am vergangenem Samstag das mittlerweile 24. Sommerfest des christlichen Sozialwerkwerkes „Ichthys“ in Mahlow. Die Leiterin der Einrichtung in der Arcostraße 40 nahm dabei direkt Bezug auf das diesjährige Motto der Veranstaltung

„im Hier und Jetzt ankommen“

Und gekommen waren, neben den aktuell über 30  Bewohnern, auch zahlreiche Gäste. Darunter einige, die sich im „Pavillon der Ehemaligen“ trafen. Schnell wurden auch aktuelle Erlebnisse im sportlichen Freizeitbereich ausgetauscht.

„Denn eine sinnvolle Freizeitgestaltung ist wichtiger Bestandteil eines suchtmittelfreien Lebens“

erklärt Franziska Weise, die sich in der Beratungsstelle der Suchthilfe auch um die Nachsorge von Klienten kümmert. Unter ihnen auch Frank Wowerat, der sich noch gut an seine Ankunft bei „Ichthys“ erinnern kann.

„Was ist denn das für ein Club, direkt gegenüber einer Waldschänke?“

waren seine ersten Gedanken als er am 28. September 2011 in der Einrichtung ankam. Im Gegensatz zu den Bewohnern welche die Einrichtung als sicheres Obdach oder als Übergang und Vorbereitung auf eine stationäre Entwöhnungsbehandlung nutzen, hatte Frank diesen Abschnitt bereits gemeistert. Er begann seinen neuen Lebensabschnitt in der Tagesstätte der Einrichtung. Mittlerweile lebt er seit dreieinhalb Jahren abstinent.

„Das ist die längste Zeit in meinem Leben, die ich seit meiner Jugend am Stück nüchtern bin.“

erzählt er voller Stolz. Geholfen hat ihm dabei, das die Mitarbeiter stets an ihn glaubten und unterstützten, auch als er mal rückfällig war. Seit September 2014 lebt er mit Unterstützung der ambulanten Betreuung in seinen eigenen vier Wänden. Weiterhin nutzt er einmal in der Woche das Angebot einer der Selbsthilfegruppen in den Räumen der Beratungsstelle.

„Den Weg schaffe ich leicht mit dem Rad, schließlich trainiere ich nun auch einmal wöchentlich im Fitnessstudio. Mein Verstand und mein Körper haben sich erholt. Als ich noch Säufer war, war ich ein Frack.“

erklärt er noch schnell, bevor er in Richtung Kuchenbuffet aufbricht.Vorbei an der Stute Betty, die nicht nur den Kleinsten, bei einem „Ritt“ über das Gelände glückliche Momente schenkte. Gegen eine kleine Spende wechselten am Trödelstand nicht nur Bücher und CDs den Besitzer, auch kleinere und größere Fische waren darunter. Diese wurden im Rahmen der Arbeits- und Beschäftigungstherapie, die Bestandteil des Konzeptes der Einrichtung sind, gefertigt.

Etwas größere Beträge konnte Frank Rudersdorf für sich und sein Pilgerprojekt verbuchen. Der Musik- und Beschäftigungstherapeut im Sozialwerk, unterstützt damit aktuell die Schaffung eines neuen Aufenthaltsraumes für die Tagesstätte.

Die jüngsten Gäste hingegen nutzten ausgelassen die Hüpfburg zum Takt der Ehemaligenband. Am Ende dankte die Leiterin allen Mitstreitern für ihr Engagement.

„Ich bin dankbar und voller Hoffnung in Hinblick auf unser 25 jähriges Jubiläum im nächsten Jahr:“

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Wohnheime 03379 - 37 91 76
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