Gebrochen und am Ende

Hallo ich bin Frank.

Gebrochen, am Ende, so fühlte ich mich, als ich am 1 Dezember 1997 nach meiner dritten schweren Alkoholentgiftung innerhalb von 6 Wochen, wieder betrunken und unter schwerem Entzug leidend, vor dem Christlichen Sozialwerk ICHTHYS, in der Mahlower Arcostrasse Stand. Eigentlich hatte ich schon mit meinem Leben abgeschlossen. Einen Versuch wollte ich mir noch geben. „Wir haben Angst um dich“, dieser Satz ließ mich nicht los. Da war jemand der sich um mich sorgte, fremde Leute die mich diesen Versuch wagen ließen. Heute weis ich natürlich, dass ich diesen Schritt nur für mich selbst wagen konnte und nicht für andere. Nach einer Woche schweren Entzuges begann für mich eine mühsame Zeit des Lernens und Erwachens, ich musste mein Leben völlig neu beginnen. Es war auch eine Zeit des heilsamen seelischen Schmerzes, es begann die Neuformatierung meines Lebens.

Es war wirklich kein Zuckerschlecken, es ist hart so vieles über sich zu erfahren und vor allem, auch sich, die eigenen Fehler einzugestehen, und sich trotzdem noch selbst zu achten.

Wenn ich heute zurückschaue, kann ich sagen: Jeder trockene Tag, jeder Tag ohne Alkohol, hat sich gelohnt, auch wenn ich dies am Anfang nicht sehen konnte. Viel habe ich auch von Mitbetroffenen gelernt, und ich lerne immer noch von ihnen. Auch haben mir die Mitarbeiter sehr geholfen, dafür bin ich sehr Dankbar. Ich bin bei ICHTHYS geblieben, arbeite als Musiktherapeut und Arbeitsanleiter und versuche meine Erfahrungen weiterzugeben.

…Gott schrieb für uns eine wunderbare Lebensmelodie, doch wir stecken uns die Finger in die Ohren und pfeifen unser eigenes Lied.

Frank R.

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