Meine Selbstbestimmung an die Macht des Alkohols abgegeben

Durch meinen trinkenden Vater war in meiner Kindheit das Thema Alkohol ständig präsent und so war es wohl auch kein Zufall, dass ich im Alter von 13 Jahren meinen ersten Vollrausch hatte. Zu Lehr-und Armeezeiten gehörten regelmäßige Alkoholexzesse zu einer sehr fragwürdigen Freizeitgestaltung. Nach dieser Zeit begann mein tägliches Trinken in kontinuierlich steigenden Mengen.

 An Tage ohne Alkohol kann ich mich nicht erinnern. Und so schaffte ich es nach 15 Jahren, mich in eine „ordentliche“ Abhängigkeit gesoffen zu haben.

Meine Familie mit zwei Kindern litt die meiste Zeit still mit; auf der Arbeit wurde dazu geschwiegen; die Nachbarn schauten weg und ich konnte zu mir selbst so „wunderbar“ unehrlich sein.

Bruch mit der Familie, Rausschmiss aus der Wohnung, Arbeitslosigkeit, Führerscheinentzug, finanzielles Debakel, körperliche und geistige Verwahrlosung ... waren notwendig, bis ich dann endlich bereit war, mein Leben verändern zu wollen. Sicherlich war mir zu diesem Zeitpunkt im verborgenen Winkel meiner Seele auch schon klar, dass ich ohne das Zeug nicht mehr leben konnte und meine Selbstbestimmung an die Macht des Alkohols übergeben hatte. Aber die erste klare Ansage zu meinem Alkoholismus und das Aufzeigen von Wegen daraus bekam ich in der Beratungsstelle von ICHTHYS. Diese Wegweisung verbindet mich noch heute im Dank mit ICHTHYS.

Heute, wo ich im Vergleich zu dem Zeitumfang, in dem ich mich so konsequent in die Abhängigkeit gebracht habe, gerade erst mal bei der Halbzeit in meinem trockenen Leben angekommen bin, haben sich eine Menge meiner Lebensbelange grundsätzlich geändert.

Neben solchen auch nicht selbstverständlichen Sachen wie Arbeitsanstellung, Wohnung und Führerschein zu haben sowie schuldenfrei zu leben, bin ich wieder neu verheiratet und habe viele Beziehungen zu meinen Nächsten wieder aufleben und pflegen können.


Mir ist auch sehr bewusst, dass das Erreichte nicht alleinigst mein Erfolg ist. Es gibt den Himmlischen Vater, der seinen Sohn auch für mich sterben lassen hat, der in seiner großen Gnade seine schützenden Hände über mir hält und mir Menschen an die Seite stellt, die mich auf meinem Lebensweg hilfreich begleiten.

Frank H.

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