Wenn du keinen Ausweg weißt, solltest du etwas ändern

Mit diesem Satz ist natürlich keinem geholfen, also erzähle ich einen Teil aus meinem Leben.

Ich habe mir früher keinen Kopf über Sucht gemacht, wenn ich Frauen, auf der Straße, mit Kindern und betrunken gesehen hab dann war das asozial.

Das erste mal, als ich merkte dass ich keine offene Flasche stehen lassen kann, da war ich 22 Jahre alt und verheiratet. Das war schon blöd, wenn mein Mann und ich einen Wochenenddrink getrunken haben und ich danach im Bett an die offene Flasche gedacht hab. Meistens bin ich dann noch mal aufgestanden und hab sie noch mal leer gemacht. Nach einiger Zeit als es immer mehr wurde, also schon in der Woche und zum Feierabend, hatte ich auch noch Angstzustände bekommen. Dagegen wurden mir Tabletten verschrieben, die auch abhängig machen. So spitzte sich das alles zu, mit Alkohohl und Tabletten. Irgendwann nicht nur zum Feierabend, sondern auch auf der Arbeit und unterwegs usw.

Mit 29 Jahren hatte ich fast alles verloren, Führerschein, Arbeit, Kinder und wohnte nicht mehr in meinem eigenen Haus.

 Ich hatte mein Leben, was ich nicht mehr mochte. Nach mehrmaligen Versuchen über die ganzen Jahre bei Ichthys und diversen Krankenhäusern, sollte das endlich ein Ende nehmen und ich nahm die Hilfe an, egal was erstmal auf der Strecke geblieben ist.

Ich habe mich das erste Mal mit einfachen Mitteln unter Druck gesetzt. Ich hab mir gedacht egal was passiert ich werde erstmal 100 Tage clean bleiben, egal wie schlecht es mir geht.

Nach 100 Tagen hab ich in einer meiner Gruppen angesagt, dass ich an die 100 eine 0 ranhänge. Also 1000 Tage, erst danach wurde mir bewusst das es über 3 Jahre sind und ich war wie gefangen in dieser Entscheidung und das war gut so, denn es ging mir manchmal sehr schlecht. Ich betete immer um Kraft das alles auszuhalten. Nach einem Jahr wurde es von Monat zu Monat ein Stück besser. Ich behielt den Kontakt zu Ichthys, das war und ist mir heut noch wichtig.

Meggi R.

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